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L'ATTIVITA'

Comitato promotore

PRESIDENTE
Gianfranco Gagliardi

DIREZIONE ARTISTICA
Andrea Marcon
Roberto Antonello

SEGRETERIA
Riccardo Moscatelli


Bruno Pavan, Elena Cimitan, Giacomo Dalla Toffola, Gianfranco Ferrara, Piergiorgio Gregolin, Giovanni Portello, Federico Pupo, Ivano Sartor, Clara Sperandio


EINE GESCHICHTE DES ENGAGEMENTS, DER ZIELE UND DER IDEEN


DER ANFANG
Am Abend des 15. September 1989 gab der holländische Organist Peter Westerbrink mit einer Aufführung – der Norddeutschen Schule gewidmet – den Startschuss zur ersten Ausgabe des Internationalen Orgel Festivals Treviso, das aus der Initiative einiger Liebhaber in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Santa Bona der Stadtverwaltung Treviso entstanden ist. Diese erste Veranstaltung leitete die Tätigkeit des Förderkomitees ein; mit dem Ziel ein jährliches Orgelfestival zu organisieren, aber vor allem um Einrichtungen und Privatinvestoren für den Erhalt des beachtlichen Kulturerbes an historisch-mechanischen Instrumenten zu sensibilisieren, an welchen die Stadt Treviso so reich ist, dass es als einzigartig angesehen werden kann.


DIE RESTAURIERUNGSARBEITEN
Zweifellos war das Projekt überaus ambitioniert und in der Umsetzung nicht leicht zu bewältigen, aber Dank des wertvollen und entschlossenen Beitrags der Fondazione Cassamarca und ihres Präsidenten, Rechtsanwalt Dino De Poli, war es möglich den Traum vieler Organisten und Orgelliebhaber im Verlauf einiger Jahre zu realisieren. Heute verfügt Treviso über alle historischen Instrumente in einem perfekt restaurierten Zustand, in welchem sie vielen Musikstudenten und professionellen Organisten aus der ganzen Welt zur Verfügung stehen.


DIDAKTISCHE AUFGABEN

Dank seines reichen Orgelschatzes und dessen ausgezeichneten Zustandes wird Treviso heute von vielen Orgelklassen der wichtigsten europäischen Konservatorien aufgesucht und beherbergt sehr oft Gruppen aus ganz Europa, oder auch aus Korea, Australien und den USA, die sich die historischen Instrumente ansehen, sowie Kurse zum Studium der italienischen Fachliteratur besuchen.

Darüber hinaus hat das Festival seit seiner ersten Ausgabe die Durchführung von Seminaren, Konferenzen und Runden Tischen in sein Programm aufgenommen, an welchen Musikkritiker wie Oscar Mischiati und Alberto Basso, sowie bedeutende Organisten wie Gustav Leonhardt, Luigi F. Tagliavini, Michael Radulescu und Harald Vogel beteiligt sind. Ab 2001 – nach dem Aufbau der neuen Orgel in Salgareda – kamen organisierte Kurse zur Interpretation der wichtigsten französischen Orgelliteratur hinzu.


POPULÄRWISSENSCHAFTLICHE AKTIVITÄTEN
Über die Organisation des Festival hinaus realisiert das Förderkomitee – immer mit der Absicht die Aufmerksamkeit für das bedeutende Erbe an historischen Instrumenten zu schärfen – jährlich einen großformatigen Kalender, der es erlaubt das gesamte Spektrum des Bestandes zu präsentieren und der nur Dank der Zusammenarbeit mit dem Unternehmer Arnaldo Compiano umgesetzt werden konnte, der ein besonderes Einfühlungsvermögen hinsichtlich der Promotion der kulturellen Aktivitäten vor Ort bewies. Des weiteren erscheint ebenfalls jährlich eine CD, die mittels einer Sammlung von Stücken – zusammengestellt je nach Art des Instruments – den spezifischen Klang der Orgel der jeweiligen Stadt bewahrt.


EUROPÄISCHE AKTIVITÄTEN
Das Internationale Orgel Festival Treviso wurde seit 1997 vom Comitato Europeo delle Citta’ d’Organi Storici gefördert, dem seit seiner Gründung die Städte Alkmaar (Niederlande), Lissabon (Portugal), Toulouse (Frankreich), Zaragoza (Spanien), Freiberg (Deutschland), Roskilde (Dänemark), Göteborg (Schweden), Innsbruck (Österreich) und später auch Brüssel (Belgien), Fribourg (Schweiz), Umag (Kroatien) und Trondheim (Norwegen) angehören.

Im September 1999 hat das Komitee diese Einrichtung formell unter der Bezeichnung Europae Civitates Historicorum Organorum (ECHO) zusammengefasst, anschließend die Stadt Treviso als Hauptsitz gewählt und den Ehrenpräsidenten, Rechtsanwalt Dino De Poli, ernannt.

Die grundlegenden Bedingungen für die Aufnahme in das Komitee sind: a) Das Vorhandensein eines (wenn es sich um ein Instrument von besonderem Wert handelt) oder mehrerer historischer Instrumente, die hinreichend restauriert und erschlossen sind. b) Das Vorhandensein eines Sanierungsprogramms für die noch nicht restaurierten historischen Instrumente. c) Ein konkretes Interesse – insbesondere der jeweiligen lokalen Verwaltungen – an der Erschließung des Orgelbestandes der verschiedenen Städte. d) Das Vorhandensein von Plänen in Bezug auf Konzertveranstaltungen mit internationalem Charakter in jeder der Partnerstädte. Der authentische Geist der Partnerschaft bleibt auch bei der Promotion und beim Austausch der für jedes Land typischen Orgelkultur erhalten.

Während der Jahresversammlung 2007 in Toulouse wurde das Organisationsbüro und die Verwaltung – als Bestätigung der großen Entschlossenheit und Transparenz, die das Komitee des Festivals stetig in der Organisation umzusetzen wusste – mit dem Auftrag möglichst dauerhaft Funktionsfähigkeit und Effizienz aufzuweisen und den Organisationsapparat so gut wie möglich funktionieren zu lassen, trotz dass sprachliche Hindernisse, umständliche Bürokratie oder auch die eher komplexe interne Satzung dies erschweren, nach Treviso übertragen. 

Das Internationale Orgel Festival partizipiert aktiv an Hydraulis, einem Projekt von europäischem Rang, welches sich um den Schutz und die Erschließung von Orgeln der Venezianischen Schule bemüht und zudem weitere italienische Küstenregionen der Adria (die Marken, Emilia-Romagna und das Friaul-Julische Venetien) einbezieht, ebenso wie andere Mittelmeerländer wie Slowenien, Kroatien, Griechenland und Montenegro – Gebiete, die geschichtlich von der künstlerischen und wirtschaftlichen Vorherrschaft der Venezianischen Republik durchdrungen waren.

Schon immer durch den wirtschaftlichen und kulturellen Austausch verbunden, teilt die gesamte  Adriaregion heute ein kooperatives Interesse an dem gemeinsamen Kulturerbe. Dieses Interesse hat in den vergangenen 10 Jahren die Katalogisierung hunderter historischer Orgeln in einigen Teilen Italiens und zudem deren Restaurierung – darunter einige der bedeutsamsten Orgeln – eingebracht und trägt konkret zum Ausbau der Musikphilologie und der wissenschaftlichen Erforschung der Fachliteratur bei.

Für die Referenten, die aus verschiedenen Ländern stammen, fanden sich zahlreiche Gelegenheiten sich zu treffen; anfangs spontan, dann in strukturierterer Art und Weise, bis es zum Entwurf eines vorläufigen Dokumentes bezüglich des Beitritts zur Gemeinschaft kam, das bei der Tagung, die 2004 in Treviso stattfand, präsentiert wurde. Jenes Treffen diente vornehmlich zur Vorbereitung gemeinsamer Aktionen, die häufig die Rettung des Kulturerbes intendierten.

Bezüglich Hydraulis zielt die Zusammenarbeit auf eine systematische Annäherung. Eine Serie von Beiträgen, die zur Katalogisierung des Orgelbestandes in den obengenannten Gebieten, zur Bergung und Restaurierung einiger Instrumente, die nach ihrer Bedeutsamkeit ausgewählt werden, zur Publikation von Studien- und Recherchearbeiten, die die Kenntnisse der Charakteristiken der Venezianischen Orgelschule vertiefen helfen, und zur Organisation von Konzerten, Ausstellungen, Konferenzen etc. beitragen sollen, mit der Absicht, dass sich eine Zusammenarbeit der verschiedenen Länder etabliert, was eine wichtige Grundlage nicht nur für den Schutz des gemeinsamen Kulturerbes bedeuten würde, sondern auch eine Erweiterung des Horizontes hinsichtlich kultureller und wirtschaftlicher Entwicklung.

Im Juni 2007 kamen in Pesaro alle an Hydraulis angegliederten Einrichtungen und Assoziationen zusammen um die Belange der Venezianischen Orgelschule an der Adriaküste zu diskutieren und um die zukünftige Struktur der Organisation zu diskutieren. Zu dieser Tagung waren außer den Vertretern der zuständigen regionalen Ämter von Pesaro bzw. Treviso und den Repräsentanten des Festivals, auch Angehörige des Kulturministeriums von Montenegro, kroatische Regierungsvertreter und ein Delegierter der Diözese von Korfu anwesend – letztere unterstützen das Projekt formal. Die Aufgabe aller Beteiligten ist es die Erweiterung des Projektes auf einzubeziehende Partner wie Slowenien, Albanien und Zypern voranzutreiben.